Freiwilligendienste der Generationen
Mit der offiziellen Auftaktveranstaltung im Rendsburger Convent-Garten startet heute (7. September) das Modellprojekt „Freiwilligendienste aller Generationen“ in Schleswig-Holstein. Anders als das Freiwillige soziale oder ökologische Jahr werden bei dem Projekt alle Altersgruppen, insbesondere auch ältere Generation, angesprochen.
Sozialminister Dr. Christian von Boetticher sagte anlässlich des Starts: „Ziel des Projektes ist es, bereits bestehende Strukturen des Ehrenamtes auszubauen und weiterzuentwickeln. Durch Qualifizierung, fachliche Begleitung und fest vereinbarte Rahmenbedingungen wird das freiwillige Engagement auf eine neue Basis gestellt. Davon können alle Beteiligten profitieren. Gleichzeitig soll die Initiative eine Brücke zwischen der jungen und der älteren Generation der Engagierten schlagen.“
Die Auftaktveranstaltung in Rendsburg richtet sich an Organisationen, die einen Freiwilligendienst anbieten möchten. Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden sich dort über die Möglichkeiten des Projektes informieren. Die Eckpunkte des Freiwilligendienstes aller Generationen sind:
- Die Freiwilligen engagieren sich mindestens acht Stunden pro Woche für wenigstens sechs Monate. Dies wird in einer schriftlichen Vereinbarung festgelegt.
- Die Freiwilligen bekommen Fort- und Weiterbildung im Mindestumfang von durchschnittlich 60 Stunden pro Jahr. Die Trägerorganisation stellt die Qualifizierung der Freiwilligen und der sie anleitenden Fachkräfte durch die vom Bund bereit gestellten Fördermittel sicher und sorgt für kontinuierliche Begleitung durch kompetentes Personal.
- Für die Freiwilligen besteht Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung.
- Der Träger stellt die Haftpflichtversicherung der Freiwilligen sicher. Für Freiwillige, die nicht für einen bestimmten Träger aktiv werden, treten Sammelhaftpflichtversicherungen der Länder ein.
- Die Einsatzfelder reichen von der Kinder- und Jugendbetreuung über die Pflege von Seniorinnen und Senioren, der Unterstützung von Menschen mit Behinderung bis hin zu Kultur, Migration sowie Umwelt- und Naturschutz.
Das Modellprogramm „Freiwilligendienste aller Generationen“ wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgrund eines Beschlusses des Bundestages gefördert und ist für einen Zeitraum von drei Jahren geplant. Mit den jährlich rund 140.000 € Bundesmitteln wird ab Herbst unter anderem die Qualifizierung der interessierten Freiwilligen finanziert.
Weitere Informationen unter www.freiwilligendienste-aller-generationen.de und www.ehrenamt-sh.de oder in der in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Sozialwirtschaft eingerichteten Landesgeschäftsstelle im Referat „Seniorenpolitik und Bürgergesellschaft“ im Sozialministerium.
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