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Ostseeparlamentarier trafen sich

8. September 2009 [ Kein Kommentar ]

Das länderübergreifende Projekt „Baltic Sea Labour Network“ (BSLN) wurde Ende 2008 ins Leben gerufen, um innerhalb des Ostseeraums nachhaltigere Arbeitsmärkte zu schaffen und der Wirtschaftskrise zu trotzen. Auf der 18. Baltic Sea Parliamentary Conference (BSPC), die vom 31. August bis 1. September 2009 in Nyborg, Dänemark stattgefunden hat, war auch das Baltic Sea Labour Network vertreten. Von den Ostsee-Parlamentariern hat das Netzwerk jetzt starke politische Unterstützung erhalten.

Seit 2007 richtete die BSPC Arbeitsgruppe “Arbeitsmarkt und Soziale Wohlfahrt” ihre Aufmerksamkeit auf den grenzübergreifenden Arbeitsmarkt und die Jugendarbeitslosigkeit in der Ostsee-Region. Basierend auf den Empfehlungen der Arbeitsgruppe ruft die Konferenz-Resolution dazu auf, den Arbeitsmarkt und die Soziale Wohlfahrt zur vorrangigen Aufgabe auf der Agenda des Ostseerates zu machen. Die Arbeit und die Ergebnisse des Baltic Sea Labour Networks (BSLN) sollen dabei besonders berücksichtigt werden.

Franz Thönnes, Abgeordneter im Deutschen Bundestag und Vorsitzender der Arbeitsgruppe “Arbeitsmarkt und Soziale Wohlfahrt” zur Rolle der Regierungen und des BSLN aus der Sicht eines Parlamentariers: „Ich nehme an dem Baltic Sea Labour Network als Mitglied des Steering Committees teil, um die Arbeitsmärkte in der Ostsee-Region weiter zu entwickeln. Nachhaltige Arbeitsmärkte zu erreichen ist nur möglich, wenn Politiker und Regierungen politische Empfehlungen in ihren Ländern auch umsetzen. Deshalb haben wir Parlamentarier in dieser Konferenz den Regierungen des Ostseerates ein starkes Signal gegeben, arbeitsmarktpolitischen Belangen Priorität zu verleihen. Es ist wichtig zur Kenntnis zu nehmen, dass in dieser Hinsicht das BSLN den Politikern und Regierungen die Möglichkeit gibt, mit den Sozialpartnern zu kooperieren und das Wissen der Arbeitsmarktexperten zu nutzen.“

Laut Mika Häkkinen, BSLN Kommunikationsmanager und Gewerkschaftsvertreter, ist die Erstellung der BSPC Arbeitsmarkt-Empfehlungen „ein gutes Beispiel für politische Institutionen bezüglich des Dialogs mit den Sozialpartnern. Gute politische Entscheidungen basieren immer auf korrekten Daten. So hat BSPC Vertreter sowohl von Gewerkschaften (Baltic Sea Trade Union Network, BASTUN) als auch von Arbeitgebervertretungen (Business Europe) in die Arbeit mit eingebunden, um ein umfassendes Bild von der aktuellen Situation auf den Ostsee-Arbeitsmärkten zu bekommen.“

Katariina Röbbelen-Voigt, BSLN Projektleiterin in Hamburg: „Ich freue mich darüber, dass die Parlamentarier der Ostsee-Region sich über den Bedarf von überregionalen Arbeitsmarkt-Politiken bewusst sind und dass sie in den Diskussionen das BSLN als ein Werkzeug für intensive Kooperation mit Sozialpartnern und weiteren Akteuren zur Kenntnis nehmen. Die Konferenz-Empfehlungen können als Ausgangspunkt für zukünftige politische Diskussionen genutzt werden, um Lösungen zu den Herausforderungen zu finden, denen die Ostsee-Arbeitsmärkte gegenüber stehen. Diese Konferenz hat gezeigt, dass der BSPC ein wichtiger und aktiver Partner für das BSLN ist und dass das Netzwerk an Stärke gewonnen hat.“

Das BSLN bindet 27 Partner aus 10 verschiedenen Ländern ein. In jedem Land sind Koordinatoren für die Umsetzung der nationalen Aktivitäten zum Erreichen der gemeinsamen Projektziele verantwortlich. Das BSLN wird durch das INTERREG IVB Baltic Sea Region Programme 2007-2013 finanziert, das zum Ziel hat, diese Region zu einem attraktiven Ort für Investitionen, Arbeit und Leben zu machen.

Autor/in: Horst Schinzel > Nachrichten-Feed


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