Wird die Uni Lübeck geschlossen?
“Das Medizinstudium wird aufgrund der begrenzten Ressourcen bei der Förderung exzellenter Forschung und Lehre nach Kiel verlagert”, fordert die Haushaltsstrukturkommission der Landesregierung. “Das Studienplatzangebot für Mediziner ist in Schleswig-Holstein überproportional groß gemessen an der Zahl der Studienplätze insgesamt. Ab dem Wintersemester 2011/12 werden deshalb keine neuen Studienanfänger für Medizin in Lübeck immatrikuliert. Wesentliche Haushaltsentlastungen treten ab 2015 mit ca. 24 Millionen Euro und ab 2018 mit ca. 26 Millionen Euro ein. Das Gesamtvolumen bis 2020 beträgt rund 150 Millionen Euro.”
Das Präsidium der Universität Lübeck fährt am Mittwoch zur Landesregierung, um über die Planungen zu sprechen. In Lübeck hofft man, dass sich das Ergebnis noch im Rahmen der Diskussionen in den Fraktionen ändern kann. Am Donnerstag will man sich offiziell auf einer Pressekonferenz äußern. Zur Zeit wird ungefähr die Hälfte der 2600 Studenten an der Uni Lübeck in Medizin ausgebildet.
Gleichzeitig soll die Uniklinik auf die Privatisierung vorbereitet werden. “Vor dem Hintergrund der geltenden Vereinbarung zwischen dem UK S-H, dem Land und ver.di werden die rechtlichen Möglichkeiten geprüft und eine materielle Privatisierung des UK S-H vorbereitet”, so die Kommission. Der Sanierungsstau in Höhe von einer Milliarde Euro soll von einem privaten Investor beseitigt werden.
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