Dr. Günter-Buch-Preis für Elmar Lamspon und Hermann Rauhe
Am 28. Mai 2011 wurde in einer festlichen Veranstaltung der diesjährige Dr. Günther Buch-Preis an Prof. Elmar Lampson, Präsident der Hochschule für Musik und Theater, und Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Rauhe, Ehrenpräsident der Hochschule, verliehen.
Die Laudatio hielt Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Ruzicka, ehem. Intendant der Hamburger Staatsoper und der Salzburger Festspiele, Komponist, Dirigent und künstlerischer Leiter der Biennale München.
Die Johanna und Fritz Buch Gedächtnis-Stiftung vergibt den mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Preis an die beiden Preisträger für ihre herausragenden Verdienste um die Musik – in Sonderheit die Komposition, die Musikvermittlung und die Musikwissenschaft – sowie die Nachwuchsförderung und die Führung der Hamburger Hochschule für Musik und Theater als Einrichtung mit Weltgeltung.
Elmar Lampson bedankte sich für die Ehrung und betonte, dass durch den Preis nicht nur sein Vorgänger Hermann Rauhe und er als Person, sondern die Hochschule als innovative Institution gewürdigt werde: “Hermann Rauhe und mir war es dabei stets ein wesentliches Anliegen, für Innovationen offen zu sein und die Künste in der Gesellschaft zu verankern. Diese Kontinuität der Ziele hat sicherlich zum jetzigen Renommée der Hochschule beigetragen.”
Hermann Rauhe freute sich über die Anerkennung seiner Arbeit und lobte die herausragenden Leistungen seines Nachfolgers als Hochschulpräsident, Komponist und innovativer Musikvermittler. Er sei ein Glücksfall für die Hochschule und die Musikstadt Hamburg.
Der Buch Preis 2010 für Medizin wurde ebenfalls in dieser Veranstaltung vergeben; die Geehrte ist Frau Dr. med. Gabriele Nöldge-Schomburg, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie der Universität Rostock.
Hintergrund zum „Dr. Günther Buch-Preis“:
Der “Dr. Günther Buch-Preis” wird alle zwei Jahre an Personen mit herausragenden Verdiensten auf den Gebieten der Medizin und der Geisteswissenschaften ausgelobt. Dr. Günther Buch war ein herausragender Jurist der Nachkriegszeit in Hamburg als Rechtsanwalt und Treuhänder über das Vermögen der British American Tobacco Company (BAT) sowie bedeutender Mäzen der Bildenden Künste und der Oper. Er errichtete zu Ehren seiner Eltern im Jahre 1965 die “Johanna und Fritz Buch Gedächtnis-Stiftung”. Die letzten Preisträger waren unter anderen die Professoren Hein Kötz und Karsten Schmidt von der Bucerius Law School.
Professor Elmar Lampson,
geboren 1952 in Koblenz, leitet die Hochschule für Musik und Theater Hamburg seit 2004 in zweiter Amtszeit. Er studierte Komposition, Musiktheorie und Violine an den Musikhochschulen in Hannover und Würzburg. Er war Inhaber des Werner Richard-Dr. Carl Dörken-Lehrstuhls für Phänomenologie der Musik, Dekan der Fakultät für das Studium fundamentale und Mitglied der Geschäftsführung an der Universität Witten/Herdecke.
Tätigkeit als Komponist, Dirigent und Autor
Als Komponist und Dirigent trat Lampson bei internationalen Festivals auf und unternahm Konzertreisen durch fast alle europäischen Länder und weite Teile der ehemaligen Sowjetunion. Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufzeichnungen wurden während dieser Reisen gesendet. Er spielte CDs für die Firmen Sony Classical und col legno ein. Sein im Peer Musikverlag erschienener Werkkatalog als Komponist umfasst die Bereiche Chor, Orchester, Kammermusik und Oper. Aufsätze zu musikphänomenologischen Themen und zu Fragen der Hochschulentwicklung sind von ihm erschienen, und er ist Mitherausgeber der Buchreihe „Copyrights“, die im Kulturverlag Kadmos in Berlin erscheint.
Lampson war Mitbegründer Musikfestes “Hörwelten“, leitete die Orchester-Akademie Hamburg und war 1997 Professor für Ensemble Leitung – Neue Musik an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.
Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Rauhe,
(geb. 1930 in Wanna), Musikwissenschaftler, Musikpädagoge und langjähriger Präsident der Hochschule für Musik und Theater Hamburg von 1978 bis 2004, ist nachwievor aktiv für Musik und Kultur tätig.
Als Ehrenpräsident steht er der Hochschule weiterhin mit Rat und Tat zur Seite und wirbt für sie als aktiver Botschafter. In seiner 26jährigen Amtszeit verwirklichte Rauhe zahlreiche Projekte wie z. B.
- zwei Neubauten (das „Forum“ (1986) und das neue Bibliotheksgebäude (2003)
- innovative Studienangebote (Musiktheater- und Schauspieltheater-Regie, Jazz und Popularmusik, Musiktherapie, Kultur- und Medienmanagement, multimediale Lehrangebote, Mikrotonales Komponieren),
- erste Stiftungsprofessur (im Kultur- und Medienmanagement)
- Veranstaltungsreihe Junges Forum Musiktheater-Regie.
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