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Schwieriger Ausbau der Daten-Autobahnen

15. November 2011 [ Kein Kommentar ]

Schleswig-Holsteins Technologie-Staatssekretärin Dr. Cordelia Andreßen hat die Absicht der Landesregierung bekräftigt, die Versorgung der schleswig-holsteinischen Privathaushalte und Unternehmen mit Internet-Hochgeschwindigkeitsnetzen weiter voran zu treiben. „Datenleitungen sind die Autobahnen der Zukunft und auch auf diesem Feld müssen wir wettbewerbsfähig bleiben“, sagte Andreßen vor rund 300 Gästen anlässlich der Media Tage Nord im Haus der Wirtschaft in Kiel.

Als wesentliche Meilensteine für die flächendeckende Versorgung von Netzen mit Bandbreiten von mindestens 100 Megabit pro Sekunde nannte sie unter anderem:

· die fachliche Unterstützung der zahlreichen aktiven regionalen Anbieter wie Stadtwerke, Energieversorger oder Zweckverbände.

· die Beratung der kommunalen Breitband-Zweckverbände auf Kreis- oder Ämter-ebene

· das Angebot von kostensenkenden Maßnahmen durch Instrumente wie den Glasfaseratlas oder den Baustellenatlas

· das Darlehensprogramm der Investitionsbank Schleswig-Holstein für Unternehmen und Kommunen, die in den Breitbandausbau investieren

· Die Nutzung der künftigen EU-Programme in der neuen Förderperiode ab 2014

Im Sinne der Daseinsvorsorge und der vom Gesetzgeber geforderten Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse in der Bundesrepublik sei der Bund in der Pflicht, sich dieser Aufgabe anzunehmen. „Sinnvoll wären insbesondere Zinszuschussprogramme oder Bürgschaften für die Unternehmen“, so Andreßen.

Die Staatssekretärin erinnerte zugleich an die gemeinsamen Anstrengungen von Wirtschaft, Kommunen und dem Land, die flächendeckende Breitbandgrundversorgung mit einem Megabit pro Sekunde nahezu vollständig abzuschließen: Fast 98 Prozent aller Haushalte in Schleswig-Holstein hätten schon jetzt Zugang zu solchen Angeboten. Die restlichen „weißen Flecken“ dürften in Kürze durch die so genannte LTE-Versorgung (Long Term Evolution, der technologische Nachfolger von UMTS) der Mobilfunkunternehmen abgedeckt werden. Landwirtschafts- und Wirtschaftsministerium hätten bislang insgesamt 15,9 Millionen Euro an Fördermitteln bereitgestellt, dadurch würde der Breitbandausbau in gut 100 Gemeinden unterstützt. Andreßen: „Enorm wichtig ist die Information und Beratung der Kommunen bei allen Fragen zum Breitbandthema, hier wird auch in Zukunft das vom Land geförderte und von den Kommunalen Landesverbänden getragene Breitband-Kompetenzzentrum eine zentrale Rolle spielen.“

Darüber hinaus hat das Land die Kooperation der Anbieter weiter forciert: 2010 sei der Runde Tisch Breitband einberufen worden, fast 50 Unternehmen und Organisationen hätten mittlerweile eine Breitbanderklärung zur Zusammenarbeit unterschrieben. „In einigen Wochen wird das Gremium die Ergebnisse seiner bisherigen Arbeit sowie künftige Handlungsschwerpunkte präsentieren“, so Andreßen.

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Autor/in: Horst Schinzel Abo: RSS-Feed | Mehr...




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